Keine Chance für Biofilm & Keime: So bleibt dein CampER-Wasser das ganze Jahr über frisch

Mal ganz ehrlich: Wir kennen es alle. Man steht im Camper am Waschbecken und stellt sich diese eine, große Frage:

 

„Ist das Wasser aus diesem Hahn wirklich als Trinkwasser geeignet?“

 

Wir haben uns mit diesem Thema extrem ausführlich beschäftigt. Denn sind wir mal ehrlich: Wer möchte im Urlaub schon mit Magenschmerzen im Bett liegen, anstatt draußen die Freiheit zu genießen?

 

Die Antwort auf die Frage nach dem Trinkwasser ist leider nicht immer ein einfaches „Ja“ oder „Nein“. Tatsächlich spielen viele Faktoren zusammen, damit am Ende wirklich sauberes Wasser aus der Leitung kommt.

Aber keine Angst: So kompliziert ist das Ganze nicht, wenn man weiß, worauf es ankommt!

 

In diesem Beitrag nehmen wir euch Stück für Stück mit. Wir schauen uns an:

 

  • Pflege & Reinigung: Wie ihr den Wassertank und die Leitungen wirklich keimfrei haltet.

  • Wasserfilter: Welche Systeme euch helfen können, die Wasserqualität massiv zu steigern.

  • Praktische Nachrüstungen: Was ihr beim Citywasseranschluss beachten müsst.

  • Gefahrenquellen: An welchen Entnahmestellen ihr besonders vorsichtig sein solltet.

Wassertank im Wohnwagen

Warum „sauber“ nicht gleich „rein“ ist

Bevor wir zur Tat schreiten, müssen wir verstehen, womit wir es zu tun haben. Nur weil das Wasser im Tank klar aussieht und nicht riecht, heißt das noch lange nicht, dass es Trinkwasserqualität hat. Im Camper-Alltag steht Wasser oft tagelang in Kunststofftanks und Leitungen – oft bei sommerlichen Temperaturen. Das ist die perfekte Einladung für den sogenannten Biofilm.

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Wassertank reinigen: Die wichtigsten Grundlagen

 

Machen wir uns nichts vor: Es reicht leider nicht aus, den Tank nach jeder Reise einfach nur zu leeren oder ihn einmal im Jahr mit frischem Wasser auszuspülen. Um wirklich sauberes Wasser im CampER zu haben, ist eine gründliche Reinigung aller Komponenten Pflicht.

 

1. Die unterschätzte Gefahr: Gießkanne & Schlauch

 

Bevor wir überhaupt über den Tank sprechen, müssen wir über das „Werkzeug“ reden. Was bringt euch der sauberste Tank, wenn ihr das Wasser durch eine veralgte Gießkanne oder einen alten, modrigen Gartenschlauch einfüllt?

 

Unser Tipp: Schläuche und Gießkannen sind oft die größten Keimschleudern. Sorgt dafür, dass sie nach der Benutzung immer komplett austrocknen können. Lagert sie niemals nass im dunklen Gaskasten!

2. Das Problem mit den Leitungen und Hähnen

 

Ein oft vergessenes Detail: Wenn der Camper länger steht und sich noch Restwasser in den Leitungen oder Hähnen befindet, bildet sich dort gerne unbemerkt ein Biofilm.

 

  • Sofort-Hilfe: Leitungen nach der Reise konsequent auspusten und die Wasserhähne auf „offen“ stellen. Das hilft dabei, das restliche Wasser herauszubekommen und sorgt für Belüftung.

  • Aber Achtung: Das allein reicht nicht. Nur durch eine komplette Reinigung der gesamten Wasseranlage lässt sich ein hartnäckiger Biofilm wirklich beseitigen.

3. Das richtige Mittel wählen

 

Wir nutzen zur Reinigung beispielsweise den Reich Tankreiniger. Der Markt bietet hier eine riesige Auswahl an verschiedenen Produkten – welcher am Ende eurer Favorit wird, macht beim Ergebnis oft keinen großen Unterschied. Wichtig ist nur, dass ihr es regelmäßig und ordentlich macht.

 

Mit einer konsequenten Reinigung habt ihr die größte Gefahr schon einmal minimiert. Aber was ist mit der Wasserqualität direkt an der Quelle? Im nächsten Schritt schauen wir uns an, wie Wasserfilter euch zusätzliche Sicherheit geben können.

Reich Wassertank Reiniger

Transparenz-Hinweis: Wir haben keine Partnerschaft mit der Firma Reich Water-Solutions. Wir haben den Reiniger selbst gekauft und empfehlen ihn euch hier nur weiter, weil wir mit dem Ergebnis zufrieden sind.

Wasserfilter: Eure Versicherung für unterwegs

 

Nachdem wir das System gereinigt haben, geht es darum, dass erst gar keine neuen „Untermieter“ in den Tank gelangen. Die meisten Filter auf dem Markt können einen Großteil der Bakterien und Mikroorganismen reduzieren. Doch welcher Filter passt zu eurem Reise-Stil?

1. Sedimentfilter (Der Grobe)

 

Diese Filter sind meist die erste Stufe. Sie funktionieren mechanisch wie ein sehr feines Sieb.

 

  • Was sie können: Sie entfernen Sand, Rost, Kalkflocken und andere Schwebstoffe.

  • Warum wichtig: Sie schützen eure Pumpe und verhindern, dass sich Dreck am Boden des Tanks absetzt, der wiederum Nährboden für Bakterien wäre.

Uv-Wasserfilter

2. UV-C LED Filter (Die moderne Keimfalle)

 

Das ist aktuell der Goldstandard für alle, die keine Chemie im Wasser wollen.

 

  • Was sie können: Das Wasser fließt an einer UV-Einheit vorbei. Das ultraviolette Licht zerstört die DNA von Bakterien, Viren und Keimen direkt beim Durchfluss.

  • Vorteil: Keine Chemie, kein veränderter Geschmack und extrem sicher gegen Mikrobiologie.

  • Ideal für: Festeinbau im CampER, um direkt am Hahn absolute Sicherheit zu haben.

3. Silberionen (Die kritische Konservierung) – Vorsicht geboten!

 

Silbernetze oder -pads werden oft zur Konservierung in den Tank gelegt.

 

  • Die Kritik: Silber ist ein Schwermetall. Es steht stark in der Kritik, da es sich im Körper anreichern kann und die Wirkung auf die Gesundheit sowie die Umwelt umstritten ist. In der deutschen Trinkwasserverordnung ist der Einsatz von Silber zur Konservierung im mobilen Bereich mittlerweile streng reglementiert bzw. für den dauerhaften Gebrauch nicht empfohlen.

  • Unser Rat: Wir verzichten lieber darauf und setzen stattdessen auf frisches Wasser und mechanische Filterung oder UV-Licht.

4. Aktivkohle- & Hohlfasermembranfilter

 

Diese findet man oft in kompakten Einbaufiltern (z.B. von Alb Filter oder ähnlichen Anbietern).

 

  • Aktivkohle: Nimmt Schadstoffe wie Pestizide, Chlor und Schwermetalle auf und verbessert den Geschmack (nimmt den „Plastik-Geschmack“).

  • Hohlfaser: Hält durch winzige Poren fast alle Bakterien mechanisch zurück.

BluuWater Wasserfilter

Warum wir auf bluuwater setzen – Unsere Partnerschaft aus Überzeugung

 

Wie ihr wisst, empfehlen wir euch nur Dinge, hinter denen wir zu 100 % stehen. Deshalb freuen wir uns riesig, bluuwater als Partner an unserer Seite zu haben. Warum? Weil ihr System genau da ansetzt, wo die meisten Probleme entstehen. Wir nutzen in unserem CampER das komplette Setup und wollen euch kurz erklären, warum diese Kombination für uns der Gamechanger ist:

1. Der Wasserfilter bluuwater BF08 – Befüll-Filter(Der erste Schutzwall)

 

Bevor das Wasser überhaupt unseren Tank berührt, läuft es durch den Befüllfilter. Er hält Sedimente, Chlor und dank der Hochleistungs-Membran sogar 99,99 % der Bakterien zurück. So stellen wir sicher, dass wir uns erst gar keine Altlasten von fremden Zapfstellen „einschleppen“.

 

2. Der Wasserfilter bluuwater CR08 (Sicherheit im System)

 

Zusätzlich nutzen wir den Filter direkt im Tank. Das gibt uns die doppelte Sicherheit. Selbst wenn das Wasser mal etwas länger im Tank steht, sorgt die Filtertechnologie dafür, dass am Ende nur reines, geschmacksneutrales Wasser aus dem Hahn kommt. Es ist ein beruhigendes Gefühl, das Wasser einfach zum Kochen oder Zähneputzen nutzen zu können, ohne nachzudenken.

 

3. bluuwater Entwässerungs-Adapter Click & Ready Anschluss

 

Das ist unser kleiner Geheimtipp für die Standzeiten. Mit dem speziellen Schlauchset von bluuwater können wir die Leitungen ganz einfach leerpusten. Wie wir oben gelernt haben: Wo kein stehendes Wasser ist, kann sich ein Biofilm deutlich schwerer bilden. Bakterien lieben Feuchtigkeit – nehmen wir ihnen die Grundlage, bleibt das System hygienisch. Wir führen das regelmäßig durch, besonders wenn wir wissen, dass der CampER mal ein paar Tage oder Wochen ungenutzt steht. Es ist die einfachste Form der Vorsorge!

 

 

Unser Fazit zur Partnerschaft: Wir sind happy, bluuwater dabei zu haben, weil die Produkte durchdacht, hochwertig und vor allem einfach in der Handhabung sind. Es nimmt dem Thema „Wasserhygiene“ die Komplexität und gibt uns die Freiheit zurück, die wir beim Campen so lieben.

Transparenz-Hinweis: Wir freuen uns, bluuwater als Partner an unserer Seite zu haben, da wir von der Qualität absolut überzeugt sind. Wichtig für euch zu wissen: Wir erhalten kein Geld für eure Klicks oder Käufe und es gibt auch keinen speziellen Rabattcode. Wir teilen diesen Link und unsere Erfahrung einfach nur, weil wir das System selbst in unserem CampER nutzen und es euch mit gutem Gewissen empfehlen können.

So geht’s weiter: Komfort ohne Überschwemmung

 

Sauberes Wasser haben wir jetzt – aber wie sieht es aus, wenn man dauerhaft am Netz hängt? Im letzten Teil schauen wir uns den Citywasseranschluss an und klären, warum ein kleiner Druckminderer über das Schicksal eures CampER-Bodens entscheiden kann.

Der finale Teil: Der Citywasseranschluss (Luxus mit Druckbegrenzung)

 

„Zum Abschluss kommen wir zu einem echten Komfort-Highlight: Dem Citywasseranschluss. Wer auf Campingplätzen mit festem Wasseranschluss steht, möchte diesen Luxus nicht mehr missen. Schlauch anstecken, und schon habt ihr unendlich Wasser, ohne jemals die Pumpe zu hören oder den Tank füllen zu müssen.

 

Citywasseranschluss: Die verschiedenen Varianten erklärt

 

Wenn ihr euch für einen festen Wasseranschluss entscheidet, gibt es im Grunde zwei Wege, wie das Wasser in euer System kommt. Beide haben ihre Vor- und Nachteile:

 

Citywasseranschluss für Wohnwagen und Wohnmobile

Variante 1: Der direkte Anschluss (Druckminderer-System)

 

Hier wird der CampER direkt an die Wasserleitung des Campingplatzes angeschlossen. Das Wasser fließt unter Umgehung des Tanks direkt in eure Leitungen.

 

  • Wie es funktioniert: Ein fest in der Außenwand verbauter Druckminderer reduziert den hohen Leitungsdruck (4–6 bar) auf campingsichere 1,1 bis 1,5 bar.

  • Vorteile: Ihr habt unbegrenzt Wasser, die Wasserpumpe bleibt aus (schont die Batterie und ist leise).

  • Nachteile: Eure Leitungen stehen permanent unter Druck. Wenn bei eurer Abwesenheit ein Schlauch platzt, läuft das Wasser ununterbrochen in den CampER, bis jemand den Haupthahn zudreht.

  • Wichtig: Ein Magnetventil, das den Zufluss stoppt, wenn kein Strom anliegt, ist hier ein wichtiges Sicherheits-Feature!

Variante 2: Das Schwimmerventil (Tank-Nachfüll-System)

 

Dies ist die „sanfte“ Variante. Der Citywasseranschluss füllt lediglich euren Wassertank automatisch auf.

 

  • Wie es funktioniert: Im Tank wird ein Schwimmerventil (ähnlich wie bei einer Toilettenspülung) verbaut. Sinkt der Wasserstand, öffnet das Ventil und lässt Frischwasser nachlaufen. Die Versorgung im CampER läuft weiterhin über eure eigene Wasserpumpe.

  • Vorteile: Eure Leitungen stehen nicht unter dem hohen Außendruck. Wenn eine Leitung im CampER platzt, läuft nur das aus, was im Tank ist – es fließt nicht unendlich nach.

  • Nachteile: Die Wasserpumpe läuft bei jeder Entnahme (Lärm/Strom).

Variante 3: Mobile Druckminderer (Die Nachrüst-Lösung)

 

Wenn ihr keinen festen Citywasseranschluss verbauen wollt, gibt es Druckminderer, die man einfach zwischen den Zapfhahn und euren Befüllschlauch steckt.

 

  • Einsatz: Ideal, wenn man den Tank per Schlauch füllt, aber sicherstellen will, dass kein zu hoher Druck auf den Einfüllstutzen oder das System wirkt.

Unsere Empfehlung zur Sicherheit

 

Egal für welches System ihr euch entscheidet: Dreht den Wasserhahn am Stellplatz immer zu, wenn ihr den CampER für längere Zeit verlasst. Ein Wasserschaden im Wohnwagen oder Wohnmobil ist aufgrund der Holzbauweise oft ein Totalschaden. Vertrauen ist gut, den Hahn zudrehen ist besser!

Nichts mehr verpassen! 🚐💨

 

Wir hoffen, dieser Guide hilft euch dabei, das Thema Wasserhygiene entspannt anzugehen. Wenn ihr den nächsten Blog-Eintrag nicht verpassen wollt, tragt euch einfach unten im Footer für unsere CampER-Post ein! > Als Abonnent bekommt ihr nicht nur Infos zu neuen Beiträgen, sondern auch exklusive Tipps und unseren Guide direkt in euer Postfach. Wir freuen uns, euch an Bord zu haben!

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